Mein Entwicklertagebuch: Kurze Updates und Gedanken

Hier schreibe ich kurz meine Gedanken und Updates zur Entwicklung des Vokabeltrainers auf

VOKABELTRAINER

Jean-Luc R.

4/30/20262 min read

Heute habe ich sehr hilfreiches Feedback zum Vokabeltrainer erhalten. Der Lernende erhielt nur Verben. Verben sind natürlich enorm wichtig in der deutschen Sprache, aber nur Verben geht halt nicht.

Scheinbar lag dies an der Art, wie die App die Vokabeln auswählt. Es gab keinen Algorithmus.

Also musste ich mir Gedanken machen, wie eine Formel aussehen kann, die darüber entscheidet welche Wortart an Vokabeln man erhält. Der erste Gedanke war, man könne ja einfach einen Zufallsgenerator verwenden. Etwas, das random einfach eine Handvoll Vokabeln auswählt. Hier besteht aber immer die Gefahr, dass dann kleinere Wortgruppen, wie Adverbien es nicht in die Ziehung der "Lotterie" schaffen.

Nach kurzem Überlegen war es dann klar. Ich musste erst einmal verstehen, wie die Zusammensetzung der deutschen Sprache ist. Wie hoch ist der Anteil von Nomen, Verben, Adjektiven...

Die Antwort:
Nomen: ca. 50 % bis 55 %
Verben: ca. 20 % bis 25 %
Adjektive: ca. 15 %
Sonstige (Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Pronomen): ca. 5 % bis 10 %

Hätte ich erst nicht erwartet, aber wenn man sich anschaut wie kreativ die deutsch Sprache bei Komposita ist, dann verwundert das nicht. Die endlosen Möglichkeiten Worte miteinander zu verbinden, sprengen vermutlich jede Serverfarm.

Mit diesem neu erlangten Wissen, bin ich zur Tat geschritten. Bis mir dieser pädagogische Teufel auf der Schulter etwas in den Kopf setzte, das ich nicht mehr loswerden konnte. Braucht es denn wirklich so viele Konjunktionen im Level A1? Gibt es denn genügend Adverbien, so dass in B2 noch neue gelernt werden können? Nein und Nein. Aber wie macht man das fest? Am GER diesem nervigen - aber notwendigen - Zertifikat Wahnsinn?

Wirklich gefallen hat mir die Idee nicht, dies an den Leveln fest zu machen. Der aus meiner Sicht vernünftigste Weg ist es den Algorithmus nach Worten zu staffeln. Bis 500, bis 2.000, bis 4.000 und bis 8.000+.

Bis 500 Wörter erhält man jetzt bei 15 Vokabeln 6 Nomen, 5 Verben, 3 Pronomen, Präpositionen o.ä. und 1 Adjektiv. Das entspricht der Formel N 40%, V 33%, P&P 20% und A 7%. Mit jedem erreichten Level ändern sich diese Zahlen dann ein bisschen mehr, je nachdem was in dieser Phase des Lernens wichtiger ist, oder von dem ich denke, dass es passt.

Ausgang für die Berechnung, in freundlicher Zusammenarbeit mit der KI Gemini, waren die 15 täglichen neuen Vokabeln, die der Großteil meiner Schüler brauchen wird, um bis Ende des Kurses ein gutes Niveau an Vokabeln zu erreichen.